Originaltitel: Ashes of Midnight
Verlag: Egmont Lyx (9. November 2009)
Genre: Fantasy (Reihe: Midnight Breed, Band 6)
Taschenbuch: 400 Seiten
ISBN: 978-3802581861
Preis: 9,95 €
Klappentext: Claire ist an den Vampir Wilhelm Roth gebunden, doch ihre Beziehung ist kühl und distanziert. Eines Nachts muss Claire mit ihren Bodyguards fluchtartig das Haus verlassen. Sie gerät in einen Hinterhalt, und ihre Wächter werden zu Opfern eines flammenden Infernos. Aus der Asche der Zerstörung tritt ein Vampir hervor, den Claire nur zu gut kennt: Andreas Reichen, ihr früherer Geliebter. Er ist auf einem Rachefeldzug, denn es war Claires Gefährte Wilhelm, der Andreas`s Familie ermorden ließ. Claire kann nicht glauben, dass Wilhelm zu solchen Gräueltaten fähig ist, und versucht Andreas von seinem Plan abzuhalten. Andreas dagegen sieht die Chance, über Claire endlich an seinen Todfeind heranzukommen. Claire gerät so ungewollt zwischen die Fronten eines erbitterten Kampfes – und bemerkt, dass sie immer noch starke Gefühle für Andreas hegt. Getrieben von seinem unstillbaren Hass droht dieser die Kontrolle über seine feuerentfachenden Kräfte zu verlieren und der Blutgier zu verfallen.
Der 1. Satz:
Der Vampir hatte keine Ahnung, dass im Dunkel der Tod auf ihn lauerte.
Meine Meinung: “Gesandte des Zwielichts” ist der inzwischen sechste Band der Midnight-Breed Reihe von Lara Adrian und bisher leider auch der schwächste, was aber nicht bedeutet, das Buch wäre schlecht. Die Story ist spannend, keine Frage, und die Geschichte um Claire und Andreas sehr schön geschrieben, aber ich vermisse deutlich die Weiterführung der Handlung um Dragos und den Ältesten, bzw. sie wird sehr von der persönlichen Rache von Andreas Reichen in den Hintergrund gedrängt, zumindest in der ersten Hälfte des Buches. Erst im zweiten Teil, als die Bostoner Ordenskrieger wieder etwas stärker zum Zug kamen, fing das Buch an, mir besser zu gefallen und die Suche nach dem abtrünnigen Gen-Eins-Vampir geht nun doch noch spannend weiter: die Sache kommt langsam ins Rollen und ich hoffe, es bleibt so.
Andreas Reichen wirkt in diesem Band sehr verändert, düsterer und wilder, so habe ich ihn gar nicht in Erinnerung. Die Liebesgeschichte zwischen Claire und Andreas entwickelt sich sehr emotional und ist schwieriger als bei den anderen Paaren. Natürlich weiß man bei dieser Reihe, dass es ein Happy End geben muss, weil die Geschichten immer nach einem ähnlichen Schema ablaufen, aber deshalb ist es nicht weniger spannend zu lesen. Es gibt einige nette Sex- und Kampfszenen, aber die ganze Geschichte ist im Gegensatz zu den ersten fünf Bänden der Serie irgendwie harmlos. Mir fehlten Lucan, Rio, Tegan und Co., ihre Frauen und ihre Flüche. Auch über die Neulinge Kade und Brock sowie den gezüchteten Gen-Eins Hunter hätte ich sehr gerne endlich mehr erfahren.
Der rote Faden um Dragos und seine dunklen Machenschaften wird zwar mit einer guten Idee weiter gesponnen, doch diese gute Idee wird erst im nächsten Band genauer beleuchtet werden – dieser Teil der Geschichte endet nämlich mit einem Cliffhanger. Fortsetzung folgt …
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